Systemic Standards – Kompetenz in Produktsicherheit. Exzellenz in Compliance.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Präzise Antworten zu Produktsicherheit, erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und EU-Compliance für einen reibungslosen Vertrieb.

1. Warum brauche ich eine „Verantwortliche Person“ in der EU?

Seit dem Inkrafttreten der Marktüberwachungsverordnung (EU) 2019/1020 und der Allgemeinen Produktsicherheitsverordnung (GPSR - EU 2023/988) ist es für Hersteller außerhalb der EU zwingend erforderlich, einen im EU-Wirtschaftsraum ansässigen Wirtschaftsakteur zu benennen. Ohne diesen Ankerpunkt dürfen Produkte (sowohl mit CE-Kennzeichnung als auch Non-CE-Waren unter der GPSR sowie Verpackungen im Sinne der PPWR) nicht auf dem europäischen Markt angeboten werden. Gleichzeitig erweitern neue regulatorische Anforderungen wie die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) sowie zukünftige Vorgaben aus der Ökodesign-Verordnung (ESPR) und dem Digital Product Passport (DPP) die Pflichten um Umwelt- und Datenaspekte.


Systemic Standards übernimmt diese Rolle als gesetzlich geforderter Ansprechpartner für die von uns betreuten Märkte. Soweit für einzelne EU-Mitgliedstaaten eine zusätzliche lokale EPR-Vertretung oder andere nationale Funktion erforderlich ist, koordinieren wir diese über unsere qualifizierten Partner vor Ort.

2. Was ist der Unterschied zwischen GPSR-Konformität, der PPWR, EPR, ESPR, DPP und der CE-Kennzeichnung?
CE-Richtlinien:

Beziehen sich auf spezifische Produktgruppen (z. B. Elektronik, Maschinen oder Spielzeug), die harmonisierten europäischen Normen entsprechen müssen.

GPSR (General Product Safety Regulation):

Wirkt als regulatorisches Auffangnetz für nahezu alle Non-Food-Verbraucherprodukte und fordert Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und eine verantwortliche Person in der EU.

PPWR (EU-Verpackungsverordnung):

Regelt Anforderungen an Verpackungen hinsichtlich Recyclingfähigkeit, Materialeinsatz, Kennzeichnung und Dokumentation.

EPR (Extended Producer Responsibility):

Verpflichtet Unternehmen zur Verantwortung für Sammlung, Recycling und Entsorgung ihrer Produkte und Verpackungen inklusive Registrierung und Mengenmeldungen in den jeweiligen EU-Ländern.

ESPR (Ecodesign for Sustainable Products Regulation):

Erweitert den Fokus auf Nachhaltigkeit, Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Materialeffizienz von Produkten und wird schrittweise verpflichtend.

DPP (Digital Product Passport):

Schafft eine digitale Datenbasis über Materialien, Herkunft, Umweltkennzahlen und den gesamten Produktlebenszyklus und wird zukünftig integraler Bestandteil der EU-Produktregulierung.

3. Welche Rolle spielen EPR, ESPR und DPP im Rahmen der EU-Compliance?

EPR ist bereits heute verpflichtend und betrifft nahezu alle Unternehmen, die Produkte oder Verpackungen in der EU in Verkehr bringen. ESPR und DPP befinden sich in der schrittweisen Umsetzung und werden die regulatorischen Anforderungen erheblich erweitern. Während EPR die physische Produktverantwortung regelt, schaffen ESPR und DPP Transparenz über Nachhaltigkeit und Produktdaten. Unternehmen müssen daher nicht nur konform handeln, sondern auch strukturierte, jederzeit verfügbare Daten vorhalten. Systemic Standards unterstützt Sie dabei, diese Anforderungen frühzeitig zu integrieren und strategisch umzusetzen und koordiniert erforderliche nationale EPR-Leistungen mit unseren Partnern in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten.

4. Für welche Branchen und Produkte übernimmt Systemic Standards Mandate?

Unser Leistungsspektrum deckt eine breite Bandbreite ab: Konsumgüter und Lifestyle-Produkte, Consumer Electronics, smarte Technologien sowie Maschinenbau und Industrieanlagen. Ergänzend betreuen wir Unternehmen bei EPR-Verpflichtungen, nachhaltigen Produktanforderungen nach ESPR sowie beim Aufbau von Datenstrukturen für den Digital Product Passport (DPP). Soweit für einzelne EU-Mitgliedstaaten eine lokale EPR-Vertretung erforderlich ist, erfolgt diese über unsere jeweiligen Partner vor Ort.

5. Sind Sie als EU-Repräsentant für die Qualität oder Fehler meiner Produkte haftbar?

Im Außenverhältnis gegenüber den für unsere jeweilige Rolle zuständigen europäischen Behörden sind wir die primäre Anlaufstelle. Die zivilrechtliche Produkthaftung verbleibt jedoch beim Hersteller. Unsere Aufgabe ist die präventive Konformitätsprüfung, rechtssichere Vertretung sowie die Sicherstellung vollständiger Dokumentation und – zunehmend – konsistenter Produkt- und Umweltdaten (EPR/DPP).


Bei nationalen EPR-Vertretungen in anderen EU-Mitgliedstaaten übernimmt der jeweils beauftragte lokale Partner die gesetzlich erforderliche Vertretungsfunktion.

6. Wie läuft der Prozess der Zusammenarbeit und Mandatierung ab?

Um maximale Transparenz und Struktur zu gewährleisten, folgt jedes Projekt einem festen Ablauf:

Initiales Onboarding & Erstprüfung: Sie übermitteln uns Ihre Stammdaten sowie vorhandene Testberichte und Zertifikate zur technischen Einstufung.

Rechnungsstellung: Nach erfolgreicher Vorprüfung erhalten Sie die Auftragsrechnung. Der offizielle Projektstart bzw. die Mandatsfreigabe erfolgt direkt nach Zahlungseingang.

Gap-Analyse (Compliance-Check): Wir prüfen Ihre Dokumente intensiv auf Konformität und decken eventuelle Schwachstellen auf.

Mandatsfreigabe & Kennzeichnung: Nach pflichtbewusster Prüfung erhalten Sie unsere Adressdaten zur legalen Anbringung auf dem Produkt, der Verpackung und den Begleitpapieren.

10-Jahres-Archivierung: Ihre Unterlagen werden in unser revisionssicheres Langzeitarchiv überführt.

Soweit im Rahmen des Projekts zusätzliche nationale EPR-Vertretungen erforderlich sind, koordinieren wir deren Beauftragung und Einbindung über unsere Partner in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten.

7. Was passiert bei einem akuten Zollstopp oder einer Sperrung auf Amazon?

Wir analysieren sofort die Ursache (z. B. fehlende Dokumente, EPR-Registrierung, falsche Kennzeichnung oder Datenlücken). Über unser Express-Verfahren übernehmen wir die direkte Kommunikation mit Behörden oder Plattformen, schließen Compliance-Lücken und begleiten die schnelle Freigabe Ihrer Produkte. Bei nationalen EPR-Themen beziehen wir bei Bedarf unsere zuständigen Partner vor Ort ein.

8. Was passiert, wenn meine technische Dokumentation unvollständig ist?

Wir identifizieren fehlende Dokumente, Prüfberichte oder Datenpunkte und begleiten Sie strukturiert zur vollständigen Konformität – inklusive Anforderungen aus GPSR, CE, EPR sowie perspektivisch ESPR und DPP.

9. Welche Unterstützung bieten Sie im Bereich Maschinenbau und Steuerungssicherheit?

Wir erstellen Risikobeurteilungen nach ISO 12100 und validieren sicherheitsbezogene Steuerungen nach ISO 13849-1 (SISTEMA). Zusätzlich berücksichtigen wir zukünftige Anforderungen an Nachhaltigkeit und Produktdaten im industriellen Kontext.

10. Kann Systemic Standards auch bei ISO-Zertifizierungen im Unternehmen helfen?

Ja. Wir begleiten Sie bei ISO 9001 und ISO 14001 und verbinden klassische Managementsysteme mit neuen regulatorischen Anforderungen aus EPR, ESPR und DPP – für eine ganzheitliche Compliance-Strategie.

11. Wie lange müssen technische Unterlagen in der EU aufbewahrt werden?

Der Gesetzgeber schreibt eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren vor. Ergänzend steigen die Anforderungen an strukturierte und digital verfügbare Produktdaten im Rahmen von ESPR und DPP. Systemic Standards stellt sicher, dass Ihre Unterlagen und Daten langfristig verfügbar und belastbar bleiben.

12. Welchen Mehrwert bietet die inhaltliche Prüfung durch Systemic Standards?

Wir sind keine reine „Briefkastenadresse“. Unsere tiefgehende Prüfung schützt Sie vor Behördenmaßnahmen, EPR-Verstößen und zukünftigen Datenlücken. Durch unsere systemische Herangehensweise verbinden wir Produktsicherheit, Umweltregulierung und Daten-Compliance zu einem ganzheitlichen Schutzkonzept für Ihren EU-Marktzugang.


Dabei bleiben wir Ihr zentraler Ansprechpartner und koordinieren die erforderlichen Leistungen auch über EU-Grenzen hinweg. Wo eine lokale EPR-Vertretung oder eine andere nationale Funktion erforderlich ist, wird diese durch einen qualifizierten Partner im jeweiligen Mitgliedstaat übernommen.